Eduard Mörike – Er ist’s

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Der Frühling klopft in diesen Tagen ganz sachte an die Tür, linst durch den Spion und wartet darauf, endlich eintreten zu dürfen. Wenn die zarten Sonnenstrahlen die ersten Krokusse und Narzissen liebkosen, fällt mir immer ein Gedicht ein, das ich in der 2. Klasse auswendig lernen musste: Eduard Mörikes „Er ist’s“. Schon damals gefiel mir die Melodie des Gedichts, der unverkennbare Rhythmus, mit dem einem die Worte über die Lippen gleiten. Auch heute, 18 Jahre später, kann ich es immer noch aufwendig aufsagen, und es ist das erste Gedicht, was mir an Tagen wie diesen in den Sinn kommt.

 

Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

 

In diesem Sinne: Schnappt euch ein gutes Buch, geht raus an die verheißungsvoll duftende Luft und lasst euch von der Märzsonne wärmen!

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