John Gwynne – Macht. Die Getreuen und Gefallenen

Macht

John Gwynnes Macht ist zwar kein originelles Fantasy-Debüt, aber der Autor schafft aus den bekannten Versatzstücken eine spannende Handlung um alte Prophezeiungen, Kriege, Intrigen und Götter.

Die Verfemten Lande waren einst das Reich der Giganten. Nach dem Krieg mit den Menschen sind kaum noch Giganten übrig und die Welt hat sich verändert. Einzig ihre zahlreiche Bauwerke zeugen noch von ihrem Dasein. Doch als alte Legenden und Mythen wieder erwachen, werden mit ihnen auch die Giganten zahlreicher und mutiger. Steine weinen Blut und eine alte Prophezeiung verkündet die Rückkehr der Götter. Weiterlesen „John Gwynne – Macht. Die Getreuen und Gefallenen“

Annie Proulx – Aus hartem Holz

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Nach jahrelanger Arbeit ist mit Aus hartem Holz der neue Roman von Annie Proulx erschienen. Die Autorin erzählt von der Zerstörung der Natur und der menschlichen Gier.

Neufrankreich im Jahr 1693: Als die beiden Franzosen René Sel und Charles Duquet hier landen, sind sie beeindruckt von der wilden Natur, den riesigen Bäumen und undurchdringlichen Wäldern. Weiterlesen „Annie Proulx – Aus hartem Holz“

Amélie Nothomb – Der japanische Verlobte

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Amélie Nothomb erzählt mit viel Witz und Ironie aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit über ihre Zeit in Japan und ihre Beziehung zu ihrem ersten und einzigen Sprachschüler. Der japanische Verlobte ist eine absolute Leseempfehlung!

Mit Anfang zwanzig kehrt Amélie nach Japan zurück, um die Sprache wieder besser zu lernen. Der einfachste Weg für sie scheint es zu sein, Französisch zu unterrichten. Weiterlesen „Amélie Nothomb – Der japanische Verlobte“

Lateinamerika – 10 Autoren, 10 Bücher

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Der Sommer war noch gar nicht wirklich da, ist aber schon wieder weg. Seit Wochen fühlt es sich eher nach September und Oktober an als nach Juli und August. Die Pullover liegen ständig griffbereit, die Kleider und kurzen Hosen ganz tief hinten im Schrank. Der Urlaub ist schon vorbei? Oder ihr fahrt dieses Jahr gar nicht mehr weg? Kein Grund für Trübsal und Schlecht-Wetter-Blues.

Wir haben für euch 10 Bücher von 10 verschiedenen lateinamerikanischen Autoren zusammengestellt, die euch von eurem Sofa unter der Wolldecke hinfort in ihre kleinen, vor Hitze flirrenden Bergdörfer entführen können, und das alles gleich auf der ersten Seite. Weiterlesen „Lateinamerika – 10 Autoren, 10 Bücher“

Omar El Akkad – American War

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American War verlegt die Folgen von Bürgerkrieg, Flüchtlingen, Drohnenangriffen und Klimawandel in die USA der Zukunft und erzählt die Entwicklung eines Mädchens zur Terroristin. Schwächen weist die düstere Zukunftsvision in Hinblick auf gesellschaftliche Darstellungen auf.

Die USA im Jahr 2075: ein zweiter Bürgerkrieg zwischen dem „blauen“ Norden und dem „roten“ Süden um die Frage nach der Nutzung von fossilen Brennstoffen ist ausgebrochen. Weiterlesen „Omar El Akkad – American War“

Simon Strauß – Sieben Nächte

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Viel besprochen, heiß begehrt, als Roman einer Generation betitelt – Kann Sieben Nächte, das allererste Werk von Simon Strauß, über das Begehen der sieben Todsünden dem Hype gerecht werden?

S., dem Protagonisten des Romans, graut es vor der Zukunft, vor einer Festanstellung, vor dem Käfig namens eigene Familie. Er ist kurz davor, 30 zu werden und sieht in dieser Zahl eine maßgebliche Schwelle: erwachsen zu werden, sich von dem Leben und dem Alltag in die Knie zwingen zu lassen. Als ihm ein Bekannter das Angebot macht, jede Nacht eine der sieben Todsünden zu begehen und im Anschluss darüber zu schreiben, zögert er nicht lange. Weiterlesen „Simon Strauß – Sieben Nächte“

Tad Williams – Das Herz der verlorenen Dinge

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Mit Das Herz der verlorenen Dinge kehrt Tad Williams nach Osten Ard und zurück. Der Fantasy-Roman liefert für Fans einige interessante Informationen, ist ansonsten aber nur wenig mehr als das Verbindungsstück zur neuen Reihe, die ab dem September veröffentlicht wird.

Nachdem der Sturmkönig Ineluki getötet wurde, fliehen die Nornen in ihre vermeintlich sichere Stadt im Norden, um sich hinter den Mauern von Nakkiga von den Verlusten zu erholen. Weiterlesen „Tad Williams – Das Herz der verlorenen Dinge“

Max Porter – Trauer ist das Ding mit Federn

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Die Krähe als Trauertherapeut: Max Porters Debütroman Trauer ist das Ding mit Federn beschäftigt sich auf eine außergewöhnliche Art mit dem Tod einer geliebten Person und der Bewältigung der unermesslichen Trauer.

Moving on, as a concept, is for stupid people, because any sensible person knows grief is a long-term project.

Weiterlesen „Max Porter – Trauer ist das Ding mit Federn“

Joost de Vries – Die Republik

Die Republik

Die Republik von Joost de Vries: Eine Gesellschaftssatire im akademischen Milieu, über Neid, Geltungssucht, Trauer, Hitlerwitze und mit einem ganz eigenen Humor.

Der berühmte Historiker Josip Brik war bei seinen Auftritten immer bereit, die wissenschaftliche Genauigkeit für eine bessere Inszenierung zu vernachlässigen. Sein Spezialgebiet ist die filmische Darstellung Hitlers. Als er aus dem Fenster eines Hotelzimmers in Amsterdam stürzt, ist sein engster Mitarbeiter und Vertrauert Friso de Vos geschockt. Weiterlesen „Joost de Vries – Die Republik“

Alejandro Zambra – Bonsai

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Auf nur 90 Seiten schreibt der chilenische Autor Alejandro Zambra in seinem Debütroman Bonsai über die Liebe und die Literatur. Das Buch ist bereits 2006 im Original erschienen, wurde allerdings erst 2015 von Susanne Lange herausragend übersetzt.

Am Ende stirbt sie, und er bleibt allein, doch allein war er schon mehrere Jahre vor ihrem Tod, vor dem Tod Emilias. Sagen wir, sie heißt oder hieß Emilia, und er heißt, hieß oder heißt immer noch Julio. Julio und Emilia. Am Ende stirbt Emilia, Julio stirbt nicht. Der Rest ist Literatur.

Weiterlesen „Alejandro Zambra – Bonsai“