Anthony Ryan – Das Erwachen des Feuers

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Mit Das Erwachen des Feuers wagt sich Anthony Ryan an ein Steam-Punk Szenario mit viktorianischem Flair. Die Mischung aus Spionage-, Abenteuer- und Seefahrerroman kommt aber nicht an die Klasse seines Debütromans heran.

In Mandinorien gilt Drachenblut als eines der größten Reichtümer. Blaue, rote, grüne und schwarze Drachen werden gejagt, um an ihr Blut zu gelangen, die Drachenjagd und -zucht ist ein lukratives Geschäft. Das aus ihnen gewonnene Elixier verleiht übernatürliche Kräfte. Doch kaum jemand ahnt, dass die Drachen immer weniger und schwächer werden. Weiterlesen „Anthony Ryan – Das Erwachen des Feuers“

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Margaret Atwood – Der Report der Magd

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1985 schrieb Margaret Atwood von religiösen Fanatikern, entmündigten und versklavten Frauen und Gebärmaschinen. Heute ist der dystopische Roman Der Report der Magd nicht weniger aktuell und vor allen Dingen nicht weniger eindringlich und erschütternd als damals.

We are two-legged wombs, that’s all: sacred vessels, ambulatory chalices.

Offred lebt als Magd, als Handmaid, in Gilead. Die Stadt ist eingezäunt, man steht unter ständiger Beobachtung, man muss aufpassen, wem man sich anvertraut. Lesen und schreiben ist den Frauen verboten und es herrschen strikte Hierarchien. Ganz oben in der Nahrungskette steht ein Großteil der Männer, weiter unten kommen die Wives, also die Ehefrauen, die oftmals unfruchtbar sind, sowie die Aunts, welche für die religiöse und allgemeine Erziehung der jungen Frauen, der Mägde, zuständig sind. Diese sind einzig und allein zur Reproduktion gedacht, sie besitzen keinen anderweitigen Lebensinhalt. Weiterlesen „Margaret Atwood – Der Report der Magd“

Viet Thanh Nguyen – Der Sympathisant

Der Sympathisant

Der Sympathisant von Viet Thanh Nguyen ist ein Politthriller über den Vietnamkrieg und seine Folgen und wurde 2016 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Im April des Jahres 1975 wird eine Gruppe von südvietnamesischen Offizieren in letzter Sekunde aus Saigon ausgeflogen und in die USA gebracht. Unter ihnen befindet sich auch ein als Adjutant getarnter Spion des Nordens. Seine Aufgabe ist es, in Los Angeles den Gegner weiterhin zu beobachten. Weiterlesen „Viet Thanh Nguyen – Der Sympathisant“

Philip Roth – Empörung

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Empörung von Philip Roth zeichnet das Porträt eines jungen Mannes, der die Frömmelei, Selbstgerechtigkeit und Moral der amerikanischen Gesellschaft in den 50er Jahren hinterfragt.

Im Jahr 1951, dem zweiten Jahr des Koreakriegs, beginnt der aus Newark stammende Marcus Messner sein Studium an einem idyllischen und abgelegenen College in Ohio. Er will weit entfernt von seinem Vater sein, der voller Sorgen um seinen Sohn ist. Er fürchtet die Gefahren, die auf Marcus während des Erwachsenwerdens warten und entwickelt eine Paranoia. Weiterlesen „Philip Roth – Empörung“

Stephen King – Running Man. Menschenjagd.

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Von der Dystopie zum x-beliebigen Actionstreifen zum Splatteralptraum: Stephen Kings Roman Running Man – Menschenjagd hätte er vielleicht besser mit seiner eigenen Stimme verfasst als mit der seines literarischen Alter Egos Richard Bachman.

Wir schreiben das Jahr 2025: die Menschen schauen stur ihr Free-Vee-Fernsehen und haben schon lange aufgehört, sich für die gesellschaftlichen Missstände zu interessieren. Sie sind viel zu sehr abgelenkt von gefährlichen Shows wie „Running Man“. Alle Spielshows werden von Network Games produziert, mit der Absicht, das Publikum zu unterhalten – und nicht unbedingt das Preisgeld an die Kandidaten auszahlen zu müssen, denn diese überleben sie meistens nicht. Weiterlesen „Stephen King – Running Man. Menschenjagd.“

Édouard Louis – Im Herzen der Gewalt

Im Herzen der Gewalt

Édouard Louis bietet seinen Lesern mit Im Herzen der Gewalt einen tiefen Einblick in seine Gedanken- und Gefühlswelt. Ein autobiografischer Roman über Gewalt und die Macht der Worte

Der Weihnachtsabend in Paris: Auf dem Place de la République begegnet Édouard auf dem Weg nach Hause einem jungen Mann. Eigentlich will er sich nicht aufhalten lassen und in ein Gespräch verwickeln lassen, doch der Fremde übt eine starke Anziehung auf ihn aus. Weiterlesen „Édouard Louis – Im Herzen der Gewalt“

Kanae Minato – Geständnisse

Kanae-Minato-Geständnisse

Unfall oder Mord? In ihrem düsteren Roman Geständnisse widmet sich Kanae Minato den Themen Selbstjustiz und Rache, als eine Klasse mit dem plötzlichen Tod der kleinen Tochter der Lehrerin konfrontiert wird.

Die vierjährige Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Yūko Moriguchi wird eines Tages ertrunken im Schulschwimmbad aufgefunden. Nach einer kurzen Auszeit kehrt Moriguchi an ihre Schule zurück und beginnt, ihren Schülern von dem Tag des Unfalls zu erzählen, von ihrem schrecklichen Verdacht und ihrem eigenen, kleinen Geheimnis. Damit ändert sich das Leben von einigen Schülern schlagartig. Plötzlich stehen noch mehr Menschenleben auf dem Spiel. Weiterlesen „Kanae Minato – Geständnisse“

Philip Roth – Verschwörung gegen Amerika

Verschwörung gegen Amerika

Philip Roths Verschwörung gegen Amerika beschäftigt sich mit der Frage „Was wäre, wenn…?“, am Ende verliert der Roman aber den Mut.

Bei den Präsidentschaftswahlen 1940 verbucht Charles Lindbergh einen eindeutigen Sieg gegen Franklin D. Roosevelt. Lindbergh, der bereits von Hitler mit einem Orden geehrt wurde, schließt mit den Nationalsozialisten einen Nichtangriffspakt. Währenddessen hat der siebenjährige jüdische Junge Philip Roth in Newark Alpträume und muss die Ohnmacht seines Vaters gegenüber dem politischen Geschehen erleben. Weiterlesen „Philip Roth – Verschwörung gegen Amerika“

Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann

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Ein Okapi als Todesbote: Was schon der Klappentext an Skurrilität verspricht, kann Mariana Lekys Roman Was man von hier aus sehen kann mühelos entfalten. Ein eigenartiges Buch über das Leben und den Tod, über Beständigkeit und verpasste Gelegenheiten, voller Charme, Witz und rührenden Momenten.

Wenn Selma von einem Okapi träumt, nimmt sich das ganze Dorf im Westerwald in Acht: Innerhalb der nächsten 28 Stunden stirbt ein Mensch. Grund genug für alle Bewohner, schnell noch einmal alles zu sagen, was noch gesagt werden muss, oder auch alle gefährlichen Wahrheiten für immer zu beseitigen. Weiterlesen „Mariana Leky – Was man von hier aus sehen kann“

Tomas Espedal – Wider die Kunst

Wider die Kunst

Vom Schmerz und vom Schreiben: Tomas Espedals Wider die Kunst ist ein weiterer Beweis für das außerordentliche Können des norwegischen Schriftstellers

Das Leben des norwegischen Autors Tomas Espedal wird von zwei Schicksalsschlägen erschüttert: Zuerst stirbt seine Mutter und kurz darauf seine Frau Agnete. Er bleibt allein mit der Tochter zurück und versucht eine neue Art zu leben. Weiterlesen „Tomas Espedal – Wider die Kunst“