Annie Proulx – Aus hartem Holz

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Nach jahrelanger Arbeit ist mit Aus hartem Holz der neue Roman von Annie Proulx erschienen. Die Autorin erzählt von der Zerstörung der Natur und der menschlichen Gier.

Neufrankreich im Jahr 1693: Als die beiden Franzosen René Sel und Charles Duquet hier landen, sind sie beeindruckt von der wilden Natur, den riesigen Bäumen und undurchdringlichen Wäldern. Weiterlesen „Annie Proulx – Aus hartem Holz“

Simon Strauß – Sieben Nächte

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Viel besprochen, heiß begehrt, als Roman einer Generation betitelt – Kann Sieben Nächte, das allererste Werk von Simon Strauß, über das Begehen der sieben Todsünden dem Hype gerecht werden?

S., dem Protagonisten des Romans, graut es vor der Zukunft, vor einer Festanstellung, vor dem Käfig namens eigene Familie. Er ist kurz davor, 30 zu werden und sieht in dieser Zahl eine maßgebliche Schwelle: erwachsen zu werden, sich von dem Leben und dem Alltag in die Knie zwingen zu lassen. Als ihm ein Bekannter das Angebot macht, jede Nacht eine der sieben Todsünden zu begehen und im Anschluss darüber zu schreiben, zögert er nicht lange. Weiterlesen „Simon Strauß – Sieben Nächte“

Tad Williams – Das Herz der verlorenen Dinge

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Mit Das Herz der verlorenen Dinge kehrt Tad Williams nach Osten Ard und zurück. Der Fantasy-Roman liefert für Fans einige interessante Informationen, ist ansonsten aber nur wenig mehr als das Verbindungsstück zur neuen Reihe, die ab dem September veröffentlicht wird.

Nachdem der Sturmkönig Ineluki getötet wurde, fliehen die Nornen in ihre vermeintlich sichere Stadt im Norden, um sich hinter den Mauern von Nakkiga von den Verlusten zu erholen. Weiterlesen „Tad Williams – Das Herz der verlorenen Dinge“

Max Porter – Trauer ist das Ding mit Federn

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Die Krähe als Trauertherapeut: Max Porters Debütroman Trauer ist das Ding mit Federn beschäftigt sich auf eine außergewöhnliche Art mit dem Tod einer geliebten Person und der Bewältigung der unermesslichen Trauer.

Moving on, as a concept, is for stupid people, because any sensible person knows grief is a long-term project.

Weiterlesen „Max Porter – Trauer ist das Ding mit Federn“

Joost de Vries – Die Republik

Die Republik

Die Republik von Joost de Vries: Eine Gesellschaftssatire im akademischen Milieu, über Neid, Geltungssucht, Trauer, Hitlerwitze und mit einem ganz eigenen Humor.

Der berühmte Historiker Josip Brik war bei seinen Auftritten immer bereit, die wissenschaftliche Genauigkeit für eine bessere Inszenierung zu vernachlässigen. Sein Spezialgebiet ist die filmische Darstellung Hitlers. Als er aus dem Fenster eines Hotelzimmers in Amsterdam stürzt, ist sein engster Mitarbeiter und Vertrauert Friso de Vos geschockt. Weiterlesen „Joost de Vries – Die Republik“

Zitat des Tages: Aus Thomas Glavinics „Die Arbeit der Nacht“

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Eigentlich war er ein Klumpen Fleisch, der sich durch die Welt tastete. Was er über sie wußte, wußte er vor allem durch seine Augen.Durch sie konnte er sich orientieren, Entscheidungen treffen, vermied er Zusammenstöße. Aber nichts und niemand konnte ihm garantieren, daß sie die Wahrheit sagten. Farbenblindheit war nur ein harmloses Beispiel für mögliche Unwahrheiten. Die Welt konnte so aussehen oder anders. Für ihn existierte sie auf eine einzige mögliche Weise, nämlich in der Form, die ihm seine Augen gestatteten. Sein Ich, das war ein blindes Etwas in einem Käfig. Sein Ich war alles, was sich innerhalb seiner Haut befand. Die Augen, sie gehörten dazu – und auch nicht.

Jón Kalman Stefánsson – Fische haben keine Beine

Fische haben keine Beine

In seinem Roman Fische haben keine Beine zeigt sich der isländische Schriftsteller Jón Kalman Stefánsson von seiner besten Seite. Er erzählt bildreich und poetisch über die Bedeutung von Familie, Freundschaft und Liebe.

An einem Dienstag verlässt der Verleger und Schriftsteller Ari seine Frau und Kinder ohne jede Vorankündigung. Er findet für kurze Zeit Unterkunft in einem Hotel, bevor es ihn nach Kopenhagen zieht. Doch warum hat er sich zu diesem Schritt entschlossen? Weiterlesen „Jón Kalman Stefánsson – Fische haben keine Beine“

Sylvain Neuvel – Giants. Zorn der Götter.

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Sylvain Neuvels zweiter Giants-Teil, Zorn der Götter, ist, wenn überhaupt möglich, noch temporeicher und handlungsstärker als sein Vorgänger. Mit gewohntem Sarkasmus und kreativer Erzählweise lässt er seine Leser nur so durch die Ereignisse der drohenden Apokalypse rasen.

Neun Jahre nachdem Dr. Rose Franklin und ihre Crew den Roboter Themis erforschten, taucht plötzlich ein zweites, noch größeres Exemplar mitten in London auf. Sie nennen ihn Kronos. Dr. Franklin, die Themis-Piloten Kara und Vincent sowie der Rest der Erdverteidigungstruppen sind ratlos: Warum steht der Roboter dort und worauf wartet er? Ist er in freundlicher oder feindlicher Mission gekommen? Weiterlesen „Sylvain Neuvel – Giants. Zorn der Götter.“

Hendrik Otremba – Über uns der Schaum

Über uns der Schaum

In seinem Debütroman Über uns der Schaum versucht sich Hendrik Otremba an einer Genremischung und hat dabei einige gute Ideen. Das Buch scheitert aber an einem fragwürdigen Frauenbild, wenig sprachlicher Abwechslung und Logikfehlern.

Der drogenabhängige Detektiv Joseph Weynberg erhält von einem Mafiosi den Auftrag, eine Frau, Maude Anandin, zu finden. Maude ist das Ebenbild von Weynbergs verstorbener Liebe Hedy. Statt sie seinem Auftraggeber zu übergeben, flieht er mit Maude. Weiterlesen „Hendrik Otremba – Über uns der Schaum“

Philip K. Dick – Blade Runner

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Eine düstere Zukunft: In Blade Runner entwirft Philip K. Dick eine beängstigende Vision vom Leben auf der Erde und beschäftigt sich mit Fragen der menschlichen Identität. Ein zeitloser Science-Fiction-Klassiker.

Die Welt in der Zukunft: Nach einem Atomkrieg ist die Erde kaum noch bewohnbar. Viele Menschen sind auf den Mars ausgewandert. Auf ihrer Reise zum Mars werden den Menschen Androiden als Schutz zur Seite gestellt. Die auf der Erde verbliebenen Menschen sehen die Androiden allerdings als Gefahr an, weshalb Androiden die Erde nicht betreten dürfen. Sollten sie doch zurückkehren, werden sie von Prämienjägern gejagt. Weiterlesen „Philip K. Dick – Blade Runner“